Energiespeicher-Möbel: Heiz-Sitzbank mit Salzwasserbatterie und PV-Direct-DC

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Energiespeicher-Möbel: Heiz-Sitzbank mit Salzwasserbatterie und PV-Direct-DC

Energiespeicher-Möbel: Heiz-Sitzbank mit Salzwasserbatterie und PV-Direct-DC

Was, wenn ein Möbel Wärme spendet, Strom speichert und Geräte lädt? Energiespeicher-Möbel verbinden eine 48 V Salzwasserbatterie mit Infrarot-Sitzflächen, DC-Ladepunkten und optionaler Balkon-PV. Das Ergebnis: mehr Komfort, geringere Stromspitzen und sichtbar weniger Geräte im Raum.

Der Trend geht zu DC im Wohnraum, weil LED, Router, Laptops und Sensorik ohnehin Gleichstrom nutzen. Salzwasserbatterien sind für den Innenbereich attraktiv: nicht brennbar, ungiftig und leise.

Konzept im Überblick

  • 48 V Energiespeicher auf Salzwasserbasis, 2,5 bis 5 kWh netto
  • Infrarot-Sitzheizung 120 bis 200 W mit Thermostat, Oberflächentemperatur 28 bis 35 °C
  • DC-Verteiler für 5 V USB-C PD, 12 V, 24 V und 48 V Ausgänge
  • PV-Direct-DC via MPPT-Laderegler für Balkonmodule 300 bis 800 Wp
  • Sicherheitskonzept mit BMS, Sicherungen, Temperatur- und Feuchtemonitoring

Technischer Aufbau der Heiz-Sitzbank

  • Korpus: belastbarer Rahmen aus Multiplex oder Stahl, Sitzfläche mit offener Belüftung an der Unterseite
  • Wärmeschicht: flexible Carbon-Infrarotfolie 150 W m-2, Betrieb an 24 V DC über Step-Down-Wandler
  • Regelung: Thermostat mit Boden- oder Flächensensor, Timer, optional Matter oder Zigbee
  • Batteriemodul: 48 V Salzwasserbatterie 2,5 kWh, BMS mit Zellbalancierung und Tiefentladeschutz
  • Laden: MPPT-Controller für PV 60 bis 100 V DC, zusätzlich Netzladegerät 500 W
  • DC-Bus: 48 V Hauptschiene, Abgänge 24 V und 12 V, USB-C PD 65 W an der Front
  • Schutz: DC-Sicherungen, Leitungsschutzschalter, Not-Aus-Taster, Brandschutzmatte unter dem Akku

Leistung, Effizienz und Laufzeiten

Basisannahmen: nutzbare Kapazität 2,5 kWh, Systemwirkungsgrad 85 Prozent bei Heizen, 90 Prozent bei DC-Verbrauchern.

Verbraucher Leistung Laufzeit bei 2,5 kWh Praxisnotiz
IR-Sitzfläche 150 W ca. 14 h Intervallbetrieb mit Thermostat reduziert den Bedarf
LED-Band 24 V 30 W ca. 75 h Akzentlicht und indirekte Beleuchtung
USB-C Laptop 65 W ca. 35 h PD bis 65 W ohne Netzteilklotz
Router 10 W ca. 225 h Backup bei Netzausfall
Kombiniert 150 W Heizung + 40 W Geräte ca. 12 h Abendbetrieb mit Licht und Arbeit

Vorteile im Alltag

  • Komfort: angenehme Strahlungswärme an kühlen Tagen, ideal für Leseecken und Flure
  • Ordnung: Ladeplätze und Netzteile elegant versteckt
  • Energie: PV-Strom direkt speichern, Lastspitzen glätten
  • Sicherheit: Salzwasserchemie gilt als nicht brennbar und emissionsarm

Sicherheit, Normen, Einbauorte

  • Spannung: 48 V DC gilt als Schutzkleinspannung SELV. Trotzdem nur geprüfte Komponenten nutzen.
  • Absicherung: jede Abgangsleitung separat absichern, Querschnitte passend zur Stromstärke wählen.
  • Lüftung: Akku und Elektronik mit Luftspalt installieren, keine Textilien direkt davor lagern.
  • Brandschutz: A2 Brandschutzmatte unter dem Akkufach, Gehäuse aus schwer entflammbaren Materialien.
  • Norm-Hinweis: Festverdrahtungen im Gebäude nur durch Fachkräfte. Als freistehendes Möbel bleibt es steckfertig.
  • Nassräume: außerhalb von Spritzwasserzonen platzieren, IP-geschützte Buchsen verwenden.

Fallstudie: Altbauwohnung 62 m² in Hamburg

  • Setup: Sitzbank 130 cm, 2,5 kWh Salzwasser, IR 150 W, DC-Hub 24 V und USB-C
  • Balkon-PV: 2 Module 2 mal 200 Wp an MPPT, Sommer 3,2 bis 4,1 kWh Tag, Winter 0,8 bis 1,6 kWh Tag
  • Nutzung: Heizung 2 bis 3 Stunden am Abend, LED 4 Stunden, Laptop 2 Stunden
  • Ergebnis 6 Monate: 176 kWh Netzbezug vermieden, 34 Prozent weniger Abendspitzen, spürbar wärmere Sitznische
  • Akustik: Polsterfüllung dämpft Gespräche, Nachhall im Raum um 0,1 s gesenkt

DIY-Montage: Sitzbank 120 cm mit 2,5 kWh

Materialliste

  1. Bankkorpus 120 mal 45 mal 45 cm mit abnehmbarem Technikfach
  2. Salzwasserbatterie 48 V 2,5 kWh mit BMS
  3. MPPT-Laderegler 600 W, Eingang 60 bis 100 V DC
  4. Netzladegerät 48 V 500 W, lüfterlos
  5. IR-Heizfolie 150 W, 24 V Step-Down-Wandler 10 A
  6. Thermostat mit Fühler, Zeitschaltfunktion
  7. DC-Sicherungshalter, 10 A bis 30 A, Not-Aus-Taster
  8. USB-C PD 65 W Einbaumodul, 12 V und 24 V Buchsen
  9. Leitung H07V-K, 2,5 mm2 und 4 mm2, Aderendhülsen
  10. Brandschutzmatte A2, Kabelkanäle, Lüftungsgitter

Schritt-für-Schritt

  1. Korpus innen mit Brandschutzmatte auskleiden, Lüftungsöffnungen unten und hinten setzen.
  2. Batterie sicher fixieren, BMS nach Anleitung verbinden.
  3. MPPT und Netzladegerät auf Montageplatte verschrauben, DC-Bus mit Sammelschiene einrichten.
  4. IR-Folie unter der Sitzfläche verlegen, Fühler nah an der Oberfläche platzieren, Step-Down auf 24 V justieren.
  5. Abgänge für USB-C, 12 V, 24 V verdrahten, jede Leitung einzeln absichern.
  6. Not-Aus gut erreichbar in die Front setzen, Funktionsprüfung mit geringer Last durchführen.
  7. Polster auflegen, Temperaturtest bei 26 bis 32 °C, Thermostat feinjustieren.

Bauzeit etwa 4 Stunden, Materialkosten ab etwa 1200 Euro je nach Akku und Finish.

Pro und Contra

Aspekt Pro Contra
Komfort Sofort spürbare Strahlungswärme Beheizt nur lokal
Energie PV-Überschuss nutzbar, DC effizient Begrenzte Gesamtleistung im Möbel
Sicherheit Salzwasserchemie, keine Rauchgase Gewicht bis 45 kg erfordert stabile Aufstellung
Design Kabel und Netzteile verschwinden Belüftungsöffnungen beeinflussen Optik
Kosten Mehrfachnutzen in einem Bauteil Höhere Anfangsinvestition

Gestaltung und Materialien

  • Bezug: Wollfilz reguliert Feuchte und dämpft Schall, Kunstleder ist pflegeleicht
  • Holz: Eiche geölt für warme Haptik, Birke Multiplex für moderne Kanten
  • Akustik: Perforierte Front und Schaumkern verbessern Sprachverständlichkeit
  • Farben: gedeckte Töne für Wohnraum, kräftige Akzente im Flur

Wartung und Nachhaltigkeit

  • Wartung: halbjährlich Staub entfernen, Schraubklemmen prüfen, Temperaturprofil testen
  • Lebensdauer: Salzwasserbatterien sind zyklenfest, unempfindlich gegenüber Tiefentladung
  • Ökologie: ungiftige Elektrolyte, einfache Trennung der Materialien am Lebensende

Zukunft: Möbel als DC-Knoten

  • Matter für Heizzonen und Energieprofile
  • PV-Direct mit steckbaren Modulsträngen für saisonale Optimierung
  • Mikronetze in Wohnung oder Reihenhaus, ergänzt durch Speicher im Sideboard oder Schreibtisch

Fazit

Energiespeicher-Möbel verbinden Sitzkomfort, Licht und Stromspeicher in einem Bauteil. Wer eine Leseecke plant, Platz im Flur sinnvoll nutzen will oder PV-Überschüsse elegant speichern möchte, findet in der Heiz-Sitzbank mit Salzwasserbatterie eine leise, sichere und wohnliche Lösung. Starten Sie mit 2,5 kWh, testen Sie Ihr Profil und erweitern Sie modular, wenn es passt.

Tipp zum Einstieg: Zuerst ein steckfertiges 48 V Set wählen, Bank mit Lüftung bauen, danach PV-Direct-DC ergänzen. So bleibt alles skalierbar und sicher.

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admin

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